Nachdem das Konzept für den Feuerwehrbedarfsplan eine Option zur Zusammenlegung der personell starken Ortsfeuerwehren Kästorf und Gamsen in Betracht zog, war schnell klar, dass in diesem Fall die Nachteile einer Fusion überwiegen würden. Die Ortsräte setzten sich in einer Sitzung am 08.06.2020 für den Erhalt aller fünf Ortsfeuerwehren ein. Der Rat der Stadt Gifhorn stimmte am 15.06.2020 der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans mit großer Mehrzeit zu. Eine Zusammenlegung der Ortsfeuerwehren ist nicht länger Inhalt des Konzeptes.

Am Sonntag, den 14.04.2020 wurden die Ortsfeuerwehren Gamsen und Kästorf zu einem Gebäudebrand im Osten der Ortschaft Gamsen alarmiert.

aktuell einsatzinfo1Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Carport einschließlich eines PKW in Vollbrand, während das Feuer bereits auf die angrenzenden Doppelhäuser übergriff. Die Bewohner konnten sich bereits in Sicherheit bringen. Die Hauptgefahr bestand jetzt in der Ausbreitung in die Wohnhäuser. Durch den massiven Wassereinsatz konnten die Gebäude gekühlt und die Flammen, die im Dachbereich loderten, gelöscht werden.

Gemeinsam mit den Kameraden der Ortsfeuerwehr Kästorf konnte das Feuer schließlich erfolgreich bekämpft werden. Bei den Löscharbeiten kamen mehrere Atemschutztrupps zum Einsatz.

Der Entwurf des Feuerwehrbedarfsplans für die Stadt Gifhorn wurde inzwischen bekannt gegeben. Dieser soll die Zukunft für Brandschutz und Hilfeleistung in der Stadt Gifhorn für die nächsten Jahre darstellen.

Eine Option im Norden der Stadt sagt aus, dass die Ortsfeuerwehren Gamsen und Kästorf an einem gemeinsamen Standort zusammengelegt werden könnten. Der Grund dabei ist nicht nur die örtliche Nähe, sondern auch, dass in beiden Feuerwehrhäusern Mängel herrschen. Das Feuerwehrhaus in Gamsen ist nach Bewertung der Fachfirma sowie der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen "nicht arbeitsfähig".

Die Feuerwehr übt wieder! Wie bereits angekündigt, darf die Feuerwehr wieder den Dienstbetrieb aufnehmen.

20200608 dienstbetriebDer erste Dienst fand am Abend des 8. Juni 2020 statt. Nach einer Einweisung in die Hygienebestimmungen ging es los. Als erstes Thema für den Wiedereinstieg stand die Feuerwehrdienstvorschrift 3 (Einheiten im Löscheinsatz) mit dem Schwerpunkt "Wasserentnahmestellen" auf dem Programm. Man konnte gleich feststellen, dass alle Handgriffe noch saßen und die Geräte weiterhin arbeitsfähig waren.

Neben dem Einsatzbetrieb kümmerte sich der Gerätewart gemeinsam mit seinem Stellvertreter um die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten. Hier gab es demnach auch keine Ausfälle zu befürchten.

Neu und bislang nur aus dem Einsatzgeschehen bekannt: Alle Teilnehmer tragen einen Mund-Nasen-Schutz, wenn der Mindestabstand von 1,5m nicht eingehalten werden kann. Das gilt natürlich auch bei der Benutzung der Fahrzeuge. Obwohl die Fahrzeuge nicht voll besetzt unterwegs sind, können die Abstände nicht eingehalten werden. Alle genutzten Fahrzeuge werden nach der Benutzung an allen Kontaktflächen gereinigt (Griffstangen, Lenkrad, Türgriffe, usw.).

Die Ortsfeuerwehren der Stadt Gifhorn mussten sich über die letzten Jahre vermehrt mit Statistik und Auswertung von Einsatz- und Ausbildungstätigkeiten auseinandersetzen.

Der Grund liegt bei der Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans für die Stadt Gifhorn. Hier wurde von einer Fachfirma ein Ist-Stand aufgenommen. Dabei wird u.a. geprüft, welches Gefahrenpotential vorliegt, wie viele Einwohner vorhanden sind und wie die einzelnen Ortsfeuerwehren ausgestattet sind. Es fließen neben Ausrücke- und Eintreffzeiten auch der Ausbildungsstand der Einsatzkräfte in die Erfassung ein.

Unterkategorien