Am 1. Januar 2018 gegen 07:30 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Gamsen und Kästorf zum Stichwort Küchenbrand nach Gamsen in die Ummersche Heerstraße alarmiert.

20180101 einsatz kuecheDas Jahr begann leider nicht mit Glück und Gesundheit für die betroffene Bewohnerin, die sich aber zum Glück noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Ausgelöst durch einen Fettbrand in der Küche verbreitete sich das Feuer in der Wohnung. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte (TLF 16/25 und MTW aus Gamsen) schlugen bereits Flammen aus Haustür und Hintertür.

Vom ersten Gruppenführer wurde sofort ein Innenangriff unter Atemschutz vorgenommen, um weitere Brandausbreitung zu verhindern. Einsatzleiter Uwe Reuß (OrtsBM) koordinierte den Einsatzablauf. Während die Kräfte der Ortsfeuerwehr Gamsen die ersten Maßnahmen durchführten, konnte die kurz darauf eintreffende Ortsfeuerwehr Kästorf einen zweiten Einsatzabschnitt übernehmen.

Der 5. Oktober 2017 bedeutete für die Feuerwehren wieder ein hohes Einsatzaufkommen.

20171005 sturm titelDas Sturmtief Xavier sorgte für stürzende Bäume und zahlreiche weitere Schäden. Die erste Alarmierung für die Ortsfeuerwehr Gamsen geschah in den frühen Nachmittagsstunden. Im Feuerwehrhaus Gifhorn war die Zentrale besetzt. Von dort aus wurden die Einsätze im Stadtgebiet koordiniert. So wurde die Ortsfeuerwehr Gamsen zunächst im Gifhorner Kernstadtbereich zur Unterstützung eingesetzt. Hier galt es, Bäume aus dem Verkehrsraum zu entfernen. Weiterhin drohte ein abgebrochener Baum, auf ein Haus zu stürzen. Weitere Einsatzstellen wurden im Ortsteil Winkel abgearbeitet, wobei u.a. umgestürzte Bäume die Zufahrt in ein Wohngebiet blockierten.

In den Nachmittagsstunden kam es zu Einsätzen im Gamsener Bereich. Es drohten zwei massive Bäume, auf die Platendorfer Straße zu stürzen. Die zuerst eintreffende Einheit des TLF 16/25 konnte die Einsatzstellen zunächst nur absichern, da alle Motorsägen bereits im Einsatz waren. Nach Abarbeiten der letzten Einsatzstelle in Gifhorn konnten LF 10/6 und GW-L1 nachrücken, um die Bäume zu entfernen.

Einsatz des kommunalen Fachzugs Wasserförderung am 26.07.2017

20170726 einsatz kommfzwfAufgrund der andauernden Regenfälle hatte die Samtgemeinde Isenbüttel mit Hochwasser zu kämpfen. Vor Ort waren bereits einige weitere Fachzüge unterstützend im Einsatz. Gegen 18:30 Uhr wurde der kommunale Wasserförderzug der Stadt Gifhorn zur Unterstützung hinzugezogen. Die kommunalen Züge der jeweiligen Gebietseinheit werden bei größeren Einsätzen innerhalb des Landkreises Gifhorn eingesetzt, während die Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaft außerhalb der Landkreisgrenzen tätig werden.

Der Fachzug besteht aus: MTW Gamsen (Zugführung), LF 10/6 Gamsen, GW-L1 Gamsen, LF 16 TS Gifhorn und SW 1000 Gifhorn. Die Gamsener Kräfte haben nach Alarmierung den Sammelpunkt am Feuerwehrhaus Gifhorn angefahren, um von dort aus gemeinsam nach Isenbüttel zu fahren. An verschiedenen Einsatzstellen konnte die Kräfte unterstützen, u.a. am Rathaus, im Bereich der Glockwiesen, der Calberlaher Straße und beim Bauhof zum Befüllen von Sandsäcken. An den jeweiligen Gebäuden konnte nur das Wasser gegen das Eindringen zurückgehalten werden, um Schlimmeres zu verhindern. Die Einheiten der Stadt Gifhorn förderten während ihrer Einsatzphase zeitweise 4.500 bis 5.000 Liter pro Minute. Dabei kamen auch parallele B-Leitungen zum Einsatz.

Nachdem die Veranstaltung im Jahr 2016 gut verlaufen ist, wurde diese erneut in Gifhorn ausgetragen.

Stars@NDR2 2017Die Vorbereitungen zum ersten Groß-Event aus 2016 kamen den Veranstaltern zugute. Das Konzept wurde an einigen Detailpunkten nachgearbeitet, dass jetzt einer neuen Ausrichtung nichts mehr im Weg stand. Ende letzten Jahres signalisierte NDR2 bereits, dass eine zweite Auflage mit neuen Interpreten stattfinden soll.

Die Musiker(innen) Tim Bendzko, Wincent Weiss, Marlon Roudette, Aura Dione und Lotte traten vor 32.000 Zuschauern im Gifhorner Ortsteil Gamsen auf. Dazu musste wieder der gesamte Bereich des Sportzentrum Nord sowie der umliegenden Felder hergerichtet werden.

Ähnlich wie im letzten Jahr war auch die gesamte Feuerwehr der Stadt Gifhorn integriert. Unter Leitung des stellvertretenden Stadtbrandmeisters Uwe Reuß wurde die Feuerwehr tätig. Die Koordination der Kräfte und die Dokumentation wurde in Abstimmung mit dem Führungsstab, dem ebenfalls zwei Führungskräfte der Feuerwehr angehörten, durch den städtischen Einsatzleitwagen (FG 11-11-1) wahrgenommen. Der Bereich um das Sportzentrum Nord war in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt:

Schornsteinbrände sind grundsätzlich nie ungefährlich. Die Möglichkeiten der Feuerwehr, hier tätig zu werden, sind jedoch nicht mit einem normalen Brandeinsatz zu vergleichen: Das Feuer im Schornstein darf nicht mit Wasser gelöscht werden!

20170206 schornsteinbrandDas Löschwasser würde sich durch die Hitze schlagartig ausdehnen (1 Liter Wasser = 1700 Liter Wasserdampf) und ein Zerstören des Schornsteins hervorrufen. Das bedeutet für die Feuerwehr, dass der Bereich des Schornsteins in allen Geschossen kontrolliert werden muss, um das Entstehen von Bränden zu verhindern. Währenddessen muss der Schornstein gereinigt werden, um das brennende Ruß zu entfernen.

Eine besondere Herausforderung stellte der Einsatz am 6. Februar 2017 an einem Reetdachhaus dar. Hier kamen Funken aus dem Schornstein, die trotz der kalten Wetterlage eine erhöhte Brandgefahr für das Dach verursachten. Nach der ersten Erkundung durch Einsatzleiter und Zugführer wurde durch die Besatzung des LF 10/6 eine Wasserversorgung aufgebaut und auf beiden Seiten des Gebäudes Strahlrohre vorgenommen, um das Dach vor den Funken zu schützen. Zeitgleich wurde über die Leitstelle der Bezirksschornsteinfeger angefordert. Im Gebäudeinneren wurde der Schornstein auf Hitzestrahlung kontrolliert.