Am 3. November 2018 konnten der aktuelle Truppmann 1-Lehrgang abgeschlossen werden.

aktuell allgemein news1Alle Teilnehmer, davon vier aus der Ortsfeuerwehr Gamsen, absolvierten den Lehrgang erfolgreich. Der TM1-Lehrgang ist die Grundlage für alle weiteren Aktivitäten im aktiven Feuerwehrwesen. Ab jetzt können diese Personen an Einsätzen teilnehmen und weitere Ausbildungswege einschreiten (z.B. Sprechfunk und Atemschutz). In zwei Jahren schließen sie dann ihre Truppmannausbildung ab. Jetzt befinden sie sich in der Truppmann 2-Ausbildung, die dann nach zwei Jahren mit einer weiteren schriftlichen Prüfung endet.

Ausgebildet wurden die Teilnehmer durch Führungskräfte und Ausbilder aller fünf Ortsfeuerwehren der Stadt Gifhorn. Während Stadtausbildungsleiter André Junge den gesamten Ablauf organisierte, wurde die abschließende Prüfung durch den Kreisausbildungsleiter Frank Papenfuß sowie beiden Stellvertretern, Wolfgang Dreinerth und Dirk Wendtland, abgenommen.

Der Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern ist nicht nur für Spezialkräfte interessant.

20171205 zug gamsWährend der Zugübung, die einmal im Quartal durchgeführt wird, stand während der Dezember-Übung der Einsatz mit gefährlichen Stoffen im Fokus. Es stehen nicht bei immer und sofort Spezialkräfte zur Verfügung, um eventuelle Gefahrgutsituationen abzuarbeiten. Jede Feuerwehr ist in der Lage, die Grundlagen eines solchen Einsatzes zu bewältigen. Hier kommt die GAMS-Regel zum Einsatz (siehe unten).

Sind Menschenleben in Gefahr, muss sofort gehandelt werden. Natürlich nur, ohne die Einsatzkräfte selbst einer Gefährdung auszusetzen. Während der Übung, die auf dem Hof der Feuerwehrtechnischen Zentrale Gifhorn stattfand, wurde angenommen, dass Mitarbeiter einer Firma bewusstlos neben bzw. auf einem Kesselwagen lagen. Da augenscheinlich nichts weiter zu erkennen war, war anzunehmen, dass hier Gase austraten. Trupps unter Atemschutz nahmen die Rettung der Personen aus dem Gefahrenbereich vor, um diese dem Rettungsdienst zu übergeben.

Das Thema Waldbrandbekämpfung ist sehr umfangreich. Im Rahmen des wöchentlichen Ausbildungsdienstes stand es wieder auf dem Dienstplan. Dabei wurde am 15. August 2017 ein Teilbereich bearbeitet: Pendelverkehr.

20170815 waldbrand titelEs gibt verschiedene Möglichkeiten, im Falle eines Waldbrands die Wasserversorgung sicher zu stellen. Da die Wasserentnahmestellen in Waldbereichen nicht im Überflusss vorhanden sind, musss zunächst dafür gesorgt werden, dass Wasser in den Wald gelangt. Dabei sind zunächst wasserführende Fahrzeuge gefragt. Zwangsläufig nimmt ein Fahrzeug (Tanklösch- oder Löschgruppenfahrzeug) den Erstangriff wahr. Da der Aufbau einer festen Wasserversorgung zum nächsten Hydranten bzw. zum nächsten Gewässer oft sehr zeitaufwendig ist, werden in der ersten Einsatzphase oft Tanklöschfahrzeuge hinzugezogen, um das Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen.

Bei der Abgabe des Löschwassers gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Beispielsweise kann sich an der Brandstelle ein Pufferbehälter befinden, in den das Löschwasser gesammelt wird. Dabei kann es sich auch um ein wasserführendes Fahrzeug handelt, wobei das Wasser gleich in den Löschwassertank gefördert wird. Eine Alternative ist der Einsatz eines Waldbrandverteilers. Dieser hat zwei Eingänge, um eine unterbrechungsfreie Wasserabgabe zu gewährleisten (kein Umkuppeln der Leitung).

Bereits 2008 sah man die Notwendigkeit, Vorgehensweisen und Einsatzstrukturen zu Papier zu bringen. Obwohl bereits in geordneten Strukturen gearbeitet wurde, ist es gerade für neue Führungskräfte einfacher, sich in größeren Einsatzlagen zurecht zu finden.

20171010 estorg2017Die ersten Dokumentationen aus dieser Zeit mussten zwingend überarbeitet und den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Mit Einführung des Digitalfunks wurden auch die Funkrufnamen geändert. Schwerpunkt in der überarbeiteten Fassung war die Vorbereitung auf größere Lagen, die neben einer Führungsstruktur auch eine entsprechende Kommunikationsstruktur erfordern.

Im Frühjahr 2016 wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich über einige Monate mit diesen Themen auseinander setzte. Hier wirkten Einsatzkräfte aus allen fünf Ortsfeuerwehren der Stadt Gifhorn mit. Dabei handelte es sich ausschließlich um Führungskräfte mit Gruppen- und Zugführerqualifikation. Speziell die Themen Einsatz- und Einsatzabschnittsleitung standen im Fokus. So wurde beispielsweise auch das Wachsen der Einsatzstelle beschrieben.

Die Kennzeichnung der Führungskräfte wurde ebenfalls überarbeitet. Es wurden neue Kennzeichnungswesten beschafft, um die entsprechenden Funktionsträger (z.B. Fahrzeug- und Zugführer) entsprechend erkennen zu können.

Bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden gibt es einige Grundsätze zu beachten.

20160426 waldbrand0Beispielsweise ist es weniger erfolgreich, einem Feuer mit dem Wind zu verfolgen oder erst eine nahezu abgebrannte Fläche nachzulöschen, während eine Ausbreitung noch möglich ist. Als Einstieg in das Thema 'Waldbrandbekämpfung' wurden während des Ausbildungsdienstes am 26. April 2016 einige Grundsätze vermittelt.

Nach einem kurzen theoretischen Teil konnten weitere praktische Grundlagen vertieft werden, welche die Wasserförderung betreffen. Eine 'Quizfrage' für Maschinisten konnte beantwortet werden: Kann man mit einer FPN 10-1000 (Nennförderleistung von 1000 Liter/min. bei 10 bar) ein Nennförderstrom von 2000 Liter/min. gewährleisten?
Die Antwort war eindeutig 'Ja'!